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Artikel vom
06.08.2019
Zwei Tage mit einem Imker

Am Donnerstag, den 2.5.19, fand der Projekttag unserer Klasse 6E zum Thema „Bienen“ gemeinsam mit dem Imker, Herrn Rieser aus Petersberg-Steinau, unserem Klassenlehrer, Herrn Behmel, und unserer Biologielehrerin, Frau Hosenfeld, statt. Gleich nachdem sich Herr Rieser vorgestellt hatte, begann er auch schon über Wildbienen zu berichten. Er erzählte von den verschiedenen Arten. Allein in Deutschland sind es über 500. Und wussten Sie, dass es unter anderem Wildbienen gibt, die in leeren Schneckenhäusern oder unter Blättern einer ganz bestimmten Pflanzenart nisten? Diese und noch andere spannende Dinge erfuhr die Klasse 6E am Projekttag. Der Imker sprach noch über Wespen und Hornissen, die manchmal alte Vogelnistkästen nutzen, um ihre Nester hineinzubauen. Anschließend konnte die Klasse etwas über die Nutz- also Honigbienen lernen. Kurz darauf ging es auf den Schulhof, wo wir Bienenwachs geschmolzen haben, um daraus Wachsplatten für die Bienenstöcke herzustellen.

Durch einen Film erfuhren wir den Ablauf der Honigherstellung. Zuerst muss die Verdeckelung auf den Waben, die sich in einem Holzrahmen befinden, gelöst, und in eine Zentrifuge gesetzt werden, in der das „flüssige Gold“ hinausgeschleudert wird. Außerdem wurde gezeigt, warum Bienen sterben, wenn sie stechen. Ihr Stachel hat einen winzigen Widerhaken, der in der menschlichen Haut stecken bleibt.

Als Nächstes stand „Reinigen“ auf dem Programm. Benutzte Rahmen mussten mit einem Spachtel von Puppenhüllen und Wachsresten befreit werden. Nachdem das erledigt war, durften wir unsere handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Jedes Kind durfte einen Holzahmen für die Bienenstöcke des Imkers bauen. Das Holz war passend vorgesägt, aber das Zusammenstecken, Hämmern und Draht aufspannen mussten wir schon selbst vornehmen. Letztendlich war der ein oder andere krumm eingeschlagene Nagel dabei, doch das Endergebnis, die 23 fertigen Holzgestelle konnten sich sehen lassen.

Zum Abschluss demonstrierte Herr Rieser, wie die Wachsplatten für die Rahmen hergestellt werden. In eine Art „Waffeleisen“ wird das heiße Wachs gefüllt und der Deckel verschlossen. Dann kam die abgekühlte Wachsplatte mit den vorgepressten Waben auf den gespannten Draht, der elektrisch erhitzt wurde, so dass Wachsplatte und Draht miteinander verschmolzen.

Dieser Projekttag bescherte der 6E einen spannenden und lehrreichen Tag, der für viele sicher auch mit viel Spaß verbunden war.

Greta Bosold, Klasse 6E


Am Freitag, den 14.6.2019 fuhr unsere Klasse mit dem Bus nach Steinau an die Wendelinusschule, um gemeinsam mit einer Grundschulklasse und dem Imker, Herrn Rieser, Honig zu schleudern. Wir machten uns zusammen mit Frau Nolte auf den Weg. Dort angekommen besprachen wir zuerst das Verhalten am Bienenstock, wohin wir über einen Schleichweg gelangten. Einige Kinder aus einer 3. Klasse halfen, die Honigwaben aus dem Stock zu holen und von Bienen zu befreien. Um die Bienen leicht zu betäuben, hatte Herr Rieser einen Apparat im Mund, der Rauch absonderte, wenn er hineinblies. Einmal durften wir auch eine Honigwabe in einem Rähmchen, wie wir sie gebaut hatten, in die Hand nehmen. Dies wollte allerdings nicht jeder, da noch viele Bienen auf der Wabe saßen. Mit ungefähr 10 Waben im Gepäck liefen alle Herr Rieser hinterher in den Keller, wo er seine Schleuder stehen hatte.

Er erklärte, wie man das Deckelwachs abkratzt und wie man schleudert. Außerdem gab er uns ein Gerät, mit dem wir den Wassergehalt des Honigs bestimmen sollten. Viele probierten das Deckelwachs, welches zuerst von Honig getränkt ist und dann einem Kaugummi ähnelt. Nachdem die Grundschüler geschleudert hatten, wurde der Honig in einem dicken, goldbraunen Strahl in kleine Gläser gefüllt. Auch wir hatten Gelegenheit zu schleudern und einige Gläser frischen Honig mit in die Schule zu nehmen.

Mit dem Bus fuhren wir zurück, wo wir einige Tage später bei einem gemeinsamen Frühstück den Honig mit Brötchen und Butter genießen konnten.

Josephine Seibert, Klasse 6E



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