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09.05.2017
Literarisches Oktett – Spanisch-LK wirbt für spanischsprachige Schriftsteller

Literarisches Oktett – Spanisch-LK wirbt für spanischsprachige Schriftsteller und ihre Werke

„Siempre imaginé que el Paraíso sería algún tipo de biblioteca“ – dieses Zitat des großen argentinischen Schriftstellers Jorge Luis Borges schmückt die Wand der Mediothek der Freiherr-vom-Steinschule, die für lese- und literaturinteressierte Steinschüler auch tatsächlich eine Art Paradies darstellt.

Werbung zu machen für ausgewählte spanischsprachige Schriftsteller und ihre Werke war das Ziel des „literarischen Oktetts“, das zu diesem Zweck die Schüler der Spanischkurse der Oberstufe der Europaschule in dieses schuleigene Paradies geladen hatte, um dort mit ihnen – vermutlich ganz im Sinne der Mitglieder des legendären „literarischen Quartetts“  - ins Gespräch über Literatur zu kommen.

Während der Qualifikationsphase für das Spanisch-Abitur hatten die Spanisch-LK-Schüler nicht nur die im Lehrplan vorgesehenen Pflichtlektüren gelesen, sondern darüber hinaus noch jeweils ein Werk eines berühmten hispanophonen Schriftstellers für die bereits langfristig geplante Veranstaltung ausgewählt.

So fungierten sie nun als – mitunter auch durchaus kritische – Experten für „ihr Buch“, das sie zu Beginn der Veranstaltung den Schülern der anderen Grund- und Leistungskurse vorstellten und diese damit neugierig machten auf die sich anschließenden Workshops.

Hier erklang z.B. das Jazzsaxophon von Charlie „Bird“ Parker, von dessen letzten Lebenstagen Julio Cortázar nur wenig verfremdet und mit viel „Musik im Text“ in El Perseguidor/Der Verfolger erzählt, und sorgten der magische Realismus des Literaturnobelpreisträgers Gabriel García Márquez in „Cien años de soledad“, aber auch das Schicksal der jungen Tita in „Como Agua para Chocolate“ von Laura Esquivel  für Staunen. Während sich einige Schüler in Barcelona bemühten, das Rätsel um Carlos Ruiz Zafóns „Marina“ zu lösen, erfuhren andere von der laut Ernesto Cardenal „verlorenen Revolution“ in Nicaragua oder lernten die Schauplätze von Isabelle Allendes „Geisterhaus“ kennen. Natürlich durften auch der von Miguel Cervantes vor über 400 Jahren erdachte Ritter von der traurigen Gestalt und sein  zeitloser Kampf gegen Windmühlen nicht fehlen.

Überraschend schnell ging die fast einstündige, intensive Workshopphase vorbei, in der - wie überhaupt während der gesamten Veranstaltung  - ausschließlich auf Spanisch kommuniziert wurde. In der Schlussrunde äußerten denn auch viele Schüler, neugierig auf die Lektüre gemacht worden zu sein und hoben die eigenverantwortliche und äußerst souveräne Leitung der Workshops durch die LK-Schüler hervor. Diesem Lob schloss sich die LK-Lehrerin Melanie Hohmann uneingeschränkt an und dankte allen Schülern für die konzentrierte und interessierte Mitarbeit.

Alle vorgestellten Werke wurden anlässlich der Veranstaltung für die Mediothek angeschafft und können dort entliehen werden:

La Casa de los Espíritus, Isabelle Allende (vorgestellt von Till Gabriel)
Gringo Viejo, Carlos Fuentes (krankheitsbedingt nicht vorgestellt)
Como Agua para Chocolate, Laura Esquivel (vorgestellt von Hannah Hohmann)
Cien Años de Soledad, Gabriel García Márquez (vorgestellt von Laura Möller)
Marina, Carlos Ruiz Zafón (vorgestellt von Laura Pappert)
La Revolución Perdida, Ernesto Cardenal (vorgestellt von Moritz Rafler)
Don Quijote, Miguel de Cervantes Saavedra (vorgestellt von Frida Reimann)
El Perseguidor, Julio Cortázar (vorgestellt von Marwin Schmidt)


Melanie Hohmann



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