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Artikel vom
04.12.2019
Im Fokus der OPK „Linse“ - Zeitzeugengespräch an der FvSS

Am Dienstag, den 12.11.2019, hat Siegfried Wittenburg, Hobbyfotograf und Chronist der DDR, von seinem Leben in der DDR erzählt. In dem zwei stündigen Vortrag berichtete er über seine Erfahrungen mit der DDR, einem Staat, der einmal als sozialistische Utopie gestartet ist mit den Zielen der klassenlosen Gesellschaft ohne Ausbeutung bei höchstem Lebensstandard.

Dem Zeitzeugen gelang es mit Hilfe seiner Bilder, die das Leben und den Alltag der DDR eindringlich abbildeten, den Gegensatz zwischen Anspruch und Wirklichkeit der DDR den Schülern greifbar vor Augen zu führen. Er setzte sich dabei auch mit der aktuellen Legendenbildung auseinander und setzte der seine eigenen Erfahrungen entgegen, die er sehr persönlich formulierte.

Siegfried Wittenburg griff dabei auf die Erfahrungen in der DDR, aber auch die Erfahrungen nach der Wende zurück. Der 1952 in Warnemünde geborene Wittenburg hat als Leiter des Fotoclubs „konkret“ einen künstlerischen Raum der Auseinandersetzung mit dem Alltag der DDR, speziell dem Alltag in Rostock, gefunden, hat dabei aber auch die Repressalien dieses Staates und die Zensur in der DDR erlebt und den Widerspruch zwischen künstlerischer Wahrheitssuche und staatlicher Repression immer wieder erfahren. Er ist damit ein Zeitchronist der Ereignisse und Geschehnisse der DDR bis zur friedlichen Revolution 1989.

Für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 und 13 war dies eine besondere Geschichtsstunde, die tiefe Einblicke in den Alltag der DDR gab und die unterrichtliche Auseinandersetzung mit diesem Teil deutscher Geschichte vertiefte. Dies erscheint gerade 30 Jahre nach der friedlichen Revolution wichtiger denn je, wenn man sich die aktuelle Entwicklung anschaut.

Das Zeitzeugenprojekt wurde in Kooperation mit der Point Alpha Stiftung und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung durchgeführt.



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