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Artikel vom
10.12.2017
Hauska Tutuska in Finnland - Inspirationen vom PISA- Sieger

In den grauen Novembertagen hat sich eine kleine Gruppe der Freiherr-von-Stein-Schule auf den Weg nach Finnland gemacht, so weit in den Norden, dass dagegen das Wetter und die Sonnenstunden in Deutschland mediterran wirken...

Inspiriert von den finnischen guten Vergleichserfolgen im schulischen Bereich, der Sehnsucht nach dem Herkunftsland des Weihnachtsmannes und der Sauna und vor allem motiviert durch die positiven Eindrücke, die unsere finnischen Gäste im vergangenen Jahr in Fulda hinterlassen hatten, haben wir nun den Gegenbesuch in Tampere, der Stadt der vielen Museen, unternommen. An dem Finnlandaustausch nahmen in diesem Jahr teil: Amina Geiger, Eva-Maria Frank, Lena Wingenfeld, Erik Schwiesow, Moritz Born, Lisa-Marie Müller, Leonie Müller, Rabea Neidert, Nevin Durdu, Matthias Schuster und Sonja Heinz.

Die Schüler und Schülerinnen waren in Gastfamilien untergebracht, deren Kinder auch unser Partnergymnasium besuchen und die deutschen Besucher gleich mit in ihre der Universität angeschlossene Schule genommen haben. Der Schulunterricht findet täglich bis ca.16 Uhr statt, immer in Räumen mit elektrischer Beleuchtung, nicht immer mit Fenster, was allerdings kaum einen Unterschied machte in einem Land mit drei bis vier Stunden Tageslicht zu dieser Jahreszeit.

Dafür ist die Light-Show des nächtlichen Tampere beeindruckend, vom höchsten Turmcafe ist sie am besten zu sehen, die Stadt funkelt in allen Farben an tausend Häusern und zeichnet elektrische Bilder auf die Wände, die die Nacht vertreiben. Die Finnen sitzen derweil in gemütlichen Wohnzimmern oder Restaurants, oder natürlich in der Sauna, meist zu Hause, der Finne ist eher zurückhaltend, große Menschenansammlungen sind ebenso selten zu finden wie lautstarke Gespräche oder gar direkter Kontakt in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die Schülerinnen und Schüler haben sich in den Schulbetrieb eingebracht und sind sowohl in den Fremdsprachen als auch im Mathematikunterricht als Bereicherung des Unterrichtsgeschehens aufgenommen worden, wie mir die finnischen Kollegen mitteilten. Sehr gut kamen die Präsentationen über unsere Heimat an und die Verständigungssprache Englisch war für niemanden ein Problem. Besonders gern wurden wir jedoch im Deutschunterricht gesehen, bereits in der sechsjährigen Grundschule wird dies angeboten, viele der Kinder haben zum ersten Mal „echte Deutsche“ gesehen und mit uns Kreisspiele gespielt...

Neben der finnischen Gastfreundschaft haben wir einen ausgiebigen Einblick in die zahlreichen Museen genossen, die es in Tampere mit und die die Geschichte und das vielfältige kulturelle Gesicht dieser jungen Stadt und dieser jungen Nation spiegeln. Finnland feierte in diesen Tagen seinen einhundertsten Geburtstag und wir durften aus dem „alten Deutschland“ daran teilhaben...

Es war bereichernd und anregend, wir haben viel gelernt und kommen gern zurück in zwei Jahren.

Text: Sonja Heinz



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