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Artikel vom
10.06.2019
„Grenzen überwinden“ - Austauschfahrt ans Rijnlands Lyceum Oegstgeest

„Grenzen überwinden“ lautet das diesjährige Motto unseres Austausches mit dem Rijnlands Lyceum Oegstgeest. Und so verließen 18 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 gemeinsam mit Herrn Ruppel und Frau Kraemer die heimische Komfortzone und reisten mit der Bahn nach Leiden an, wo unsere Gastgeber uns herzlich empfingen.

Im Laufe unserer Woche mussten wir auf vielfältige Weise „an unsere Grenzen gehen“. Für einige war schon der Koffertransport über die steilen niederländischen Treppen eine erste Herausforderung, für andere das sehr süße Frühstück mit Schokostreuseln und toastähnlichem Brot, für viele das Kommunizieren in englischer Sprache, denn an unserer Partnerschule ist Englisch ganz normal, da  der Unterricht bis kurz vor dem Abitur in allen Fächern ausschließlich auf Englisch erteilt wird.

„Grenzenlos“ sind die Möglichkeiten des Radfahrens in den Niederlanden. Der Wind weht zwar immer von vorn, aber weder dies noch ab und an leichter Regen sind Hindernisse. Alle fuhren mit dem Rad zur Schule, und auch zu den Nachmittagsunternehmungen und Verabredungen am Abend wurde „gefietst“.

Am Projekttag untersuchten wir zunächst Redewendungen und Sprichwörter zum Thema „Grenzen „in deutscher und niederländischer Sprache und stellten diese mit Präsentationen und kleinen spielerischen Darbietungen vor. Dabei fiel uns die große Ähnlichkeit in der Verwendung auf. Eine „Grenze erreicht“ war scheinbar für einige, als im Rahmen der Nachmittagsaktivität crazy 15 Interviews geführt, Bilder nachgestellt und sehr skurrile Aufgaben gelöst werden mussten. Aber in den gemischten Gruppen wurden immer kreative Lösungen gefunden und am Ende der Woche auch mit kleinen Preisen honoriert.

Einige „überwundene Grenzen“ passierten wir auf unserer Radtour: mit einer Radfähre ging es über den Rhein, der über lange Jahre ein umstrittener Grenzfluss war, wir sahen den Limes, der im römischen Reich die Grenze markierte und besichtigten auch- am 75.  Jahrestages des D-Day! - Überreste des Atlantikwalls, der im Zweiten Weltkrieg eine Invasion der Allierten in die von Deutschland besetzen Gebiete verhindern sollte.

Ein Ausflug nach Amsterdam rundete unser Programm ab. Im Reichsmuseum stellten einige aus der Gruppe Gemälde nach, und alle sahen Rembrandts „Nachtwache“. Im Anschluss gab es Möglichkeiten, unter Einhaltung „strikter Grenzen“ Amsterdam zu erkunden.

Leider war unsere Zeit in den Niederlanden nicht unbegrenzt – aber wir freuen uns auf das Wiedersehen mit unseren neuen Freunden im Herbst und wissen: „Voor wie omhoog kiejt, zijn er geen grenzen“- „Wer sich umschaut, sieht keine Grenzen“



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