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Artikel vom
27.10.2017
Exkursion der Chemiekurse zum Hochofen nach Salzgitter

Am letzten Augusttag machten sich die beiden Chemiekurse der FvS-Schule, geleitet von S. Heinz und A. Habersack, auf, zusammen mit den Leistungskursen Maschinenbau von der benachbarten Ferdinand-Braun-Schule die Salzgitter Flachstahlwerke und den dort in Betrieb stehenden Hochofen zu besichtigen.

Die Schülerinnen und Schüler fanden sich gut zusammen während der ca. dreistündigen Busfahrt und waren sehr gespannt, was sie im Stahlwerk erwarten würde. Empfangen durch den eigenen Besucheringenieur und informiert durch Vortrag und Film über die Gewinnung und Produktion dieses wichtigen Rohstoffs „Stahl“ fühlten wir uns „gestählt“ für die Hochofenführung. Vor Ort wurden wir wieder getrennt und dann in eigenen Schulgruppen ausgestattet mit Helm und Sichtschutz in das Herz der Schwerindustrie geführt. Hier konnte Redoxchemie direkt lebendig werden, und wenn wir das glühende Roheisen durch die Rinne bis zum „Fuchs“ fließen sehen konnten, waren wir froh über unsere Schutzvorrichtungen... Anschließend im Stahlgewinnungsberich, in dem die Thomasbirne und der Konverter befüllt wurden, wurde es der einen oder anderen sogar etwas unheimlich... heiße Sauerstofflanzen und Funkenflug auf der einen, Wagenladungen voll reiner seltener Metalle wie Cobalt, Nickel oder Molybdän auf der anderen Seite, hier wird Chemie konkret.
Leider stand das Walzenwerk still und so konnten wir nur theoretisch die Auswalzung der Stahlbrammen auf Bleche von 2mm Stärke begutachten; aber wir konnten uns überzeugen im Gespräch und mit den eigenen Augen, dass über hundert verschiedene Stahlarten je nach Legierungszuschlag zu Blechen gegossen und geschmiedet wurden, um von dort weiter in die Autoindustrie geliefert zu werden.

Nach einem hoch interessanten Tag erreichten wir gegen 19.00 Uhr wieder die Schule. Vielen Dank für die Kooperation mit der FBS sagen wird, wir kommen gerne wieder einmal mit!


Sonja Heinz, Studienrätin Chemie FvSS



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