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Artikel vom
27.06.2014
Spanischklassen bei Don Quijote in der Stiftsruine

Die Theateradaption des bekanntesten Werks der spanischsprachigen Literatur und zugleich eines der bedeutendsten Romane der Weltliteratur konnten die Schülerinnen und Schüler der Spanischkurse der Klassen 7 und 8 von Frau Hohmann am 27.6.2014 in der beeindruckenden Kulisse der Stiftsruine in Bad Hersfeld sehen und bestaunen.
Sie reihten sich damit ein in all die Generationen, die seit der Erstveröffentlichung im Jahre 1604 mit den Abenteuern des Ritters von der traurigen Gestalt und seines treuen Freundes Sancho Pansa aufgewachsen sind und sicher ab und an auch mit den inzwischen sprichwörtlichen Windmühlen kämpften und kämpfen.


In der voll besetzten Stiftsruine erlebten die Spanischschülerinnen und -schüler aus nächster Nähe (... nämlich aus den vordersten Reihen), wie die von Miguel Cervantes als Parodie auf die zeitgenössischen Ritterromane erdachte Figur des Don Quijote nach der (übermäßigen) Lektüre von "libros de caballerías" auszieht, um als fahrender Ritter "Abenteuer zu suchen und all das zu üben, was, wie er gelesen, die fahrenden Ritter übten, das heißt jegliche Art von Unbill wiedergutzumachen und sich in Gelegenheiten und Gefahren zu begeben, durch deren Überwindung er ewigen Namen und Ruhm gewinnen würde".
Gleichermaßen erheiternd wie berührend ist der Kampf des trotz oder wegen seiner Unzulänglichkeiten nie seine Würde verlierenden "Ritters von der traurigen Gestalt" für Ehre und Gerechtigkeit - und für seine geliebte Dulcinea, der er seine Heldentaten widmet.
Dass dabei die Übergänge von Traum und Wirklichkeit stets fließend sind, wird in dem surrealistisch anmutenden Bühnenbild angedeutet und unterstützt durch die farbenprächtigen Kostüme und Requisiten, die Anleihen nehmen an verschiedenen Epochen und damit auch die Zeitlosigkeit des Romans widerspiegeln.  

Die Macht der Fantasie, der Mut zur Unvernunft und die Kraft der Freundschaft stehen im Mittelpunkt des Romans - verkörpert durch die beiden so ungleichen Helden: den hageren, großgewachsenen und etwas versponnenen Don Quijote und seinen kleinen, listigen Knappen Sancho Pansa, die in der Inszenierung liebevoll von Viola von der Burg (Quijote) und Thomas Gimbel (Sancho Pansa) zum Leben erweckt wurden.

 

Eine beeindruckende Kulisse, farbenprächtige Kostüme und Requisiten, eine phantasievolle Inszenierung mit Musik, Tanz und Fiesta, spielfreudige Darsteller, ein zeitloses Stück über Freundschaft und die Macht der Phantasie, dazu wunderbares Wetter (und ein unterrichtsfreier Vormittag...) und ein Eis - beste Voraussetzungen, um einen Theaterbesuch unvergesslich zu machen!

 

War es Traum oder Realität, dass danach die Schülerinnen und Schüler der FvSS mit Don Quijote im Theaterpark fotografiert wurden???

 

(Herzlichen Dank jedenfalls an Viola von der Burg, dass Sie sich für uns Zeit genommen haben!)



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